Michael Kilburg • 9. Juni 2024
Nach den verheerenden Frostschäden sind mittlerweile alle Weinberge wieder ergrünt. Durch diesen Neuaustrieb in den erfrorenen Weinbergen haben wir nun jedoch enorme Differenzen in den Weinbergen, teils sogar innerhalb eines Weinbergs. Während die nicht erfrorenen Reben nun schon in der Blüte sind, wird dies in den Neuausgetriebenen Weinbergen noch 2-3 Wochen dauern. Dies bedeutet jetzt schon, dass diese Trauben auch später reif werden. Diese Unterschiede macht die Bewirtschaftung über die gesamte Vegetation nicht einfacher und fordert insgesamt sogar mehr Arbeitsstunden. Einen Teil des Rückstands werden die Reben, dadurch, dass weniger Trauben in den erfrorenen Weinbergen gebildet wurden, wieder aufholen, jedoch wird es in den betroffenen Weinbergen je nach Witterung eine insgesamt späte Lese geben. Dies muss, aber nichts Schlechtes bedeuten. Eine späte Lese Ende Oktober oder vielleicht auch noch später bringt den Vorteil das die Trauben bei kühlen Temperaturen länger gesund bleiben und länger reifen können. Auch bringt die Lese bei kühlen Temperaturen Vorteile bei der Verarbeitung.
Unterm Strich könnte der Sommer aber nun mal endlich richtig starten, die Böden sind mehr als gesättigt mit Wasser und die Reben bräuchten nun dringend eine länger anhaltende Trockenperiode mit viel Sonnenschein.